{"id":2098,"date":"2004-03-19T00:00:00","date_gmt":"2004-03-19T00:00:00","guid":{"rendered":"http:\/\/localhost\/?p=2119"},"modified":"2004-03-19T00:00:00","modified_gmt":"2004-03-19T00:00:00","slug":"2119","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/ultraned.org\/?p=2098","title":{"rendered":"Profil &#8211; Robert Wimmer"},"content":{"rendered":"<p>Voorwoord Martien Baars. Robert Wimmer, de winnaar van de Trans Europa Lauf, was op zondag 7 maart weer in Stein te bewonderen, waar hij 8e werd met bijna 80 km. Zijn beste 6 uur tot nu toe liep hij ook in Stein, want in 2002 werd hij er 3e met ruim 85 km. Mede door Stein is Nederland momenteel zijn favoriete loopland, blijkt uit een uitspraak hieronder. Door http:\/\/www.steppenhahn.de\/ultramarathon , de website van Stephan Isringhausen (ook zo\u2018n Stein-liefhebber), werd ik opmerkzaam gemaakt op de plannen van Robert Wimmer om in juli van dit jaar als eerste Duitser de zware Badwater te gaan winnen. De info bleek afkomstig van de website van Robert\u2018s bijzondere schoensponsor, de Duitse firma B\u00e4r in Bietigheim, vlak boven Stuttgart: http:\/\/www.baer-performance.de\/ .<br \/>\n Op die website is ook onderstaand interview (\u2018Profil\u2018) te vinden en het leek mij interessant voor het brede lezerspubliek van UN. De firma B\u00e4r gaf vlot toestemming om het artikel integraal over te nemen op onze website UltraNed, daarvoor onze dank!<\/p>\n<p>{b}Profil &#8211; Robert Wimmer{eb}<\/p>\n<p>Name:<br \/>\nRobert Wimmer<\/p>\n<p>Geboren:<br \/>\n14.06.1965 in Darmstadt<\/p>\n<p>Lieblingsdistanzen:<br \/>\nIch laufe am liebsten die l\u00e4ngeren Kanten \u00fcber 100 KM. Da merkt man, wo es in Richtung psychische Grenzen geht. Vor allem Etappenl\u00e4ufe \u00fcber mehrere Tage haben es mir angetan. Vielleicht auch, weil ich da recht erfolgreich bin. Hier kommt mir gelegen, dass mein K\u00f6rper sehr schnell regenerieren kann.<\/p>\n<p>Wie bist Du zum Laufen gekommen?<br \/>\nMein Vater sagte mal zu mir: &#8220;Mensch Junge, schau&#8217; mal in den Spiegel, wie dick Du schon bist mit 22 Jahren. Lauf&#8217; mal ein bisserl, das h\u00e4lt fit!&#8221; Zu dieser Zeit hatte ich f\u00fcr kurz oder l\u00e4nger eine Freundin, sie hie\u00df Tanja, die gerne im Park joggte. Da hab&#8217; ich mich einfach drangeklickt und die Liebe mit der Liebe zum Laufen verbunden. Schon bald wurde Laufen f\u00fcr mich zur t\u00e4glichen Faszination und ich begann an Volksl\u00e4ufen teilzunehmen.<\/p>\n<p>Wie verlief Dein Weg in die Ultraszene?<br \/>\nNach einigen Marathonl\u00e4ufen in Berlin, M\u00fcnchen, N\u00fcrnberg und Frankfurt verlangte mein Ego nach mehr. So erh\u00f6hte ich Zug um Zug die Trainingsumf\u00e4nge, um im legend\u00e4ren Rodenbach meinen ersten Hunderter zu probieren. Das Deb\u00fct in 8 Stunden und 8 Minuten stimmte mich hoffnungsvoll f\u00fcr meine Zukunft als Ultra. So lief ich meist die Deutschen Meisterschaften \u00fcber 100 KM und reiste zum Swiss-Alpin nach Davos oder zum B\u00f6hmweglauf, welcher leider schon Geschichte ist.<\/p>\n<p>Was bedeutet das Laufen \u00fcber Ultradistanzen f\u00fcr Dich pers\u00f6nlich?<br \/>\nDas Ultralaufen bedeutet f\u00fcr mich pers\u00f6nlich ein St\u00fcck Freiheit, Abenteuer und Selbsterfahrung. Ich kann meine physischen und psychischen Grenzen bei langen Distanzen optimal ausloten. Man ist eins mit der Natur und der Stille der Strecke. Ferner betrachte ich es als Privileg, einen K\u00f6rper zu haben, der immer und immer wieder solch eine Herausforderung mit Freude besteht. Die st\u00e4ndige Suche nach einer neuen Zielen im Ultrabereich bedeutet mir mindestens soviel, wie die Harmonie und Zufriedenheit im Beruf und mehr als materielle Dinge.<\/p>\n<p>Hat das Ultralaufen Deine Pers\u00f6nlichkeit gepr\u00e4gt? In welcher Form?<br \/>\nJa, das Laufen von Ultradistanzen hat meine Pers\u00f6nlichkeit, meinen Charakter gepr\u00e4gt, meine ich. Ich sehe viele Alltagsherausforderungen gelassener und gehe sie zielstrebiger und ausdauernder an als fr\u00fcher. Durch die h\u00e4ufigen Sozialkontakte einer netten Ultra-Gemeinschaft lernt man, sich in der Kommunikation positiv zu artikulieren und zollt dem Individuum den n\u00f6tigen Respekt. Die Achtung vor sich selbst und seinen Mitmenschen steigt und die innere Zufriedenheit strahlt mit einem L\u00e4cheln nach Au\u00dfen.<\/p>\n<p>Hast Du eine bevorzugte Region weltweit, in der Du am liebsten l\u00e4ufst?<br \/>\nDie Welt ist so gro\u00df, dass ich das noch nicht beurteilen mag. Es gibt nahezu in allen L\u00e4ndern sch\u00f6ne, interessante oder exotische Lauf-Events. Ich habe das Gl\u00fcck noch am Anfang meiner Ultral\u00e4uferkarriere zu stehen. So kann ich in den n\u00e4chsten 40 Jahren noch einiges ausprobieren. Mein favorisiertes Land ist aber jetzt schon Holland, mit seinem begeisterungsf\u00e4higen Publikum und den optimal organisierten L\u00e4ufen. Ferner hat mich besonders die Herzlichkeit der polnischen Bev\u00f6lkerung beim Transeuropalauf ber\u00fchrt.<\/p>\n<p>Wo w\u00fcrdest Du gerne einmal teilnehmen, bist aber bislang noch nicht dazu gekommen?<br \/>\nIch w\u00fcrde gerne mal den Comrades in S\u00fcdafrika \u00fcber 90 KM laufen. An diesem Mega-Ereignis nehmen j\u00e4hrlich rund 20 000 L\u00e4uferInnen aus aller Welt teil. Ferner habe ich auf meiner Wunschliste den Badwater-Ultra-Race in Amerika. Dort geht es 215 KM durch das Tal des Todes. Hier hat bisher noch kein Deutscher gewinnen k\u00f6nnen. Sollte mir eine Partnerschaft mit einem interessierten Sponsor gelingen und mein Arbeitgeber mein Vorhaben akzeptieren, w\u00fcrde ich mich nach dem Sieg des Transeuropalaufes gerne in den n\u00e4chsten Jahren einmal dem Wettbewerb des Transamerikalaufes stellen. Hier gilt es 4900 Kilometer u.a. \u00fcber die Rocky Mountains und durch die Mojave-W\u00fcste zu absolvieren. In Deutschland fasziniert mich der Rennsteiglauf mit seinem langen Kanten, der noch auf meiner offenen Rechnung steht. Abschliessend meine realisierbare Vision: One man, one world, one run! 22 000 KM in 220 Tagen um die Welt.<\/p>\n<p>Was war Dein sch\u00f6nstes Erlebnis beim Ultralaufen?<br \/>\nDas sch\u00f6nste und pr\u00e4gendste Erlebnis seit ich Ultras laufe war der Gesamtsieg beim ersten Kontinentallauf durch Europa, dem Transeuropalauf. 5018 KM von Lissabon nach Moskau in 64 Tagesetappen ohne Ruhetag. Das immense Interesse der Medien an diesem Ereignis unterst\u00fctzte meine Euphorie nach dem Lauf und motiviert mich zu weiteren Taten. Dieser Lauf hat in Deutschland f\u00fcr Furore gesorgt und geht sicherlich in die Geschichte ein als l\u00e4ngster Kontinentallauf .<\/p>\n<p>Was war Dein beeindruckendstes Erlebnis im Bereich Ultralaufen?<br \/>\nDas beeindruckendste Erlebnis im Bereich Ultralaufen war die \u00fcberdimensionale Gr\u00f6\u00dfe der Schweizer Berge beim Swiss-Alpin-Marathon in Davos 1990, damals \u00fcber 67 KM. Mir wurde bewusst, wie klein ich im Vergleich zur Urgewalt der Natur bin. Landschaftlich ist dieser Lauf schwer zu \u00fcberbieten.<\/p>\n<p>Was war Dein negativstes Erlebnis im Bereich Ultralaufen?<br \/>\nDas negativste Erlebnis, das ich beim Ultralaufen bisher hatte, waren unbegr\u00fcndete Dopingvorw\u00fcrfe zweier Mitl\u00e4ufer beim Transeuropalauf in 2003 gegen\u00fcber dem Organisator. Der Veranstalter konnte nach einer von mir geforderten Taschendurchsicht die Anschuldigungen vollst\u00e4ndig zur\u00fcckweisen. Ferner forderte ich vom Veranstalter zu meiner Entlastung in Deutschland eine Dopingprobe an meiner Person. Dies im Beisein eines Zeugen. Damit war die Sache rechtlich erledigt. In psychischer Hinsicht war dies eine harte Probe meiner mentalen St\u00e4rke. Hier durfte ich nicht nachlassen, um meine F\u00fchrungsposition im Rennen zu behaupten.<\/p>\n<p>Was war Dein gr\u00f6\u00dfter Erfolg?<br \/>\nNeben meinem Titel eines Deutschen Meister im 100-KM-Bahnlauf in 2002 und des Sieges beim internationalen Spreelauf \u00fcber 420 KM im selben Jahr, war nat\u00fcrlich der Titel des Transeuropalaufsiegers im Juni 2003 mein mit Abstand gr\u00f6\u00dfter Erfolg. Ich werde immer der erste Deutsche sein, der einen Kontinentallauf f\u00fcr sich entschieden hat. Das macht mich stolz. Neben der Anerkennung im privaten Umfeld hatte dieser Sieg seinen Einzug in etliche TV-Sender gefunden. In vielen Tageszeitungen, Zeitschriften und Radiosendern zahlreicher L\u00e4nder wurde dar\u00fcber berichtet.<\/p>\n<p>Gibt es an Dir bestimmte Eigenarten (Macken) beim Ultralauf, die Du etwas eind\u00e4mmen m\u00f6chtest?<br \/>\nOh ja, und ob. Meine Ungeduld, Ziele nicht sofort zu erreichen st\u00f6rt mich ein wenig. Ferner feile ich daran, meine Erwartungshaltung an Mitl\u00e4ufer, Veranstalter und Betreuer etwas der Realit\u00e4t anzupassen. Durch die Jahre wird es mir gelingen, alles etwas entspannter anzugehen.<\/p>\n<p>Worauf freust Du Dich w\u00e4hrend eines Ultras am meisten?<br \/>\nAm meisten sehne ich jeweils die Ziellinie herbei, um bald wieder im Kreis meiner Familie zu sein und meine kleine Tochter in den Arm zu nehmen. Meine Familie ist mein Zentrum, mein Nest, da fliege ich gerne wieder zur\u00fcck nach meinem Ausflug in den Ultralauf. Bei einem 100-KM-Lauf ist der sch\u00f6nste Moment immer wenn ein Verpflegungspunkt in Sichtweite ist und der Gaumen nach Fl\u00fcssigkeit d\u00fcrstet. Das Stillen des Durstes betrachte ich als sch\u00f6nstes Geschenk w\u00e4hrend eines Ultra-Wettbewerbs.<\/p>\n<p>Hast Du ein Lebensmotto?<br \/>\nJa, mein Motto hei\u00dft: Visionen spielerisch ertr\u00e4umen &#8211; Etappen strategisch festlegen &#8211; Ziele l\u00e4chelnd erreichen.<\/p>\n<p>Hast Du ein Vorbild?<br \/>\nMein Vorbild im Ultralauf ist Yiannis Kouros aus Griechenland, zur Zeit in Australien beheimatet. Er besitzt zahlreiche Weltrekorde im Ultralauf und ist seit \u00fcber 15 Jahren in der Weltspitze unangefochten. Seine Disziplin und sein Verm\u00f6gen, Rennen konstant einzuteilen, ist vorbildlich f\u00fcr eine ganze Generation von Ultras. Trotz seiner gro\u00dfen Popularit\u00e4t ist er ein sehr guter Zuh\u00f6rer und verst\u00e4ndnisvoller Mitl\u00e4ufer beim Transeuropalauf f\u00fcr 4 Etappen gewesen. Dank an Yiannis an dieser Stelle!<\/p>\n<p>Bron: http:\/\/www.baer-performance.de\/<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&#8216;Mein favorisiertes Land ist aber jetzt schon Holland, mit seinem begeisterungsf\u00e4higen Publikum und den optimal organisierten L\u00e4ufen.&#8217;<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1],"tags":[],"class_list":["post-2098","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-niet-gecategoriseerd"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/ultraned.org\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/2098","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/ultraned.org\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/ultraned.org\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/ultraned.org\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/ultraned.org\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=2098"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/ultraned.org\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/2098\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/ultraned.org\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=2098"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/ultraned.org\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=2098"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/ultraned.org\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=2098"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}